Yoga ist kein Leistungssport, es gibt beim Üben kein Leistungsdenken.
In unserer hektischen Zeit ist es für Kinder, deren Natur sowieso mehr nach außen orientiert ist, sehr schwierig, ihre Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. Yogaübungen können dabei hilfreich sein.
Yoga beruht auf dem Prinzip der Polarität, den Wechsel von Anspannung und Entspannung, aktives Tun und Ruhepausen.
Schüchterne und ruhige Kinder werden aktiver und selbstbewusster und nervöse und unruhige Kinder werden ruhiger und ausgeglichener.
Das oberste Yogaprinzip ist Geduld und jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit und das Recht, sich seinen eigenen Möglichkeiten entsprechend zu entfalten.
Yoga kann Ihrem Kind helfen, seine geistigen und körperlichen Anlagen so zu entwickeln, dass sie im gesunden Einklang miteinander stehen.
Kinder lernen was sie leben
Kinder leben was sie lernen
Zeigt ihnen den Weg, Liebe in ihrem Herzen zu finden
So werden sie Liebe in der Welt finden
Die Chance bekommen, die Optik zu ändern.
Alter der Kinder
Wo wird Yoga geübt?
Im familiären Umfeld üben schon kleine Kinder gerne zusammen mit Mama oder Papa.
Die Nachahmung dessen, was "die Grossen" machen, ist Teil des kindlichen Alltags - und davon muss die Yoga-Praxis nicht ausgenommen werden. Schon Babies und Kleinkinder können zu bestimmten Übungen angeleitet werden.
Dies ist in Indien im Übrigen eine häufig anzutreffende Praxis, dass mit den Babys "Yoga-Übungen" gemacht werden. Für die geistige und motorische Entwicklung der Kinder ist dies mit Sicherheit eine gute Förderung.
In einem Kurs oder einem angeleiteten Angebot, zum Beispiel im Kindergarten, können Kinder eigenständig ab ca. drei Jahren Yoga üben.
Was können Kinder durch die Yoga-Praxis erreichen?
- Verbesserung der Motorik, des Körpergefühls und der Körperwahrnehmung.
- Bewegungsmuster, die frühzeitig erlernt und verinnerlicht werden, bilden die Grundlage für das spätere logisch-abstrakte Denken
- Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit. Dies schult die allgemeine sinnliche Wahrnehmung und führt dadurch zu einer besseren Lernfähigkeit
- Die Beachtung der Yamas und Niyamas (Regeln zum freundlich-konstruktiven Umgang mit sich und seiner Umwelt) kann zur erstaunlichen Verbesserung im sozialen Umgang führen
- Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstsicherheit
- Bei migräne-anfälligen Kindern konnten die Stärke der Anfälle deutlich gesenkt werden - teilweise bis zum völligen Ausbleiben
- Der Umgang mit Neurodermitis und Allergien kann hilfreich unterstützt werden
- Durch das Prinzip von Anspannung - Entspannung erschließt sich den Kindern ein universelles Mittel zum "Abschalten" bzw. zum "Umschalten"
Didaktik im Kinderyoga ?
Es gilt das pädagogische Prinzip, die Kinder dort abzuholen, wo sie gerade stehen.
Der Stundenablauf richtet sich (auch) nach den aktuellen Bedürfnissen der Kinder und der Gruppe, ist umfeld- und gruppen-orientiert.
Die Annäherung an die Übungen und Prinzipien des Yoga erfolgt eher spielerisch.
Der Spass an der Bewegung und die "grundsätzliche Haltungs-Erfahrung" stehen im Vordergrund und eben nicht Leistung oder gar Perfektion.
Spontane Reaktionen und Beiträge der Kinder werden in der Stunde aufgenommen. Die Stunden bekommen dadurch etwas "gemeinsam Verbindendes".
Die Bereitschaft zu situations-orientiertem Arbeiten und Unterrichten sind wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder den Yoga authentisch im Unterricht erfahren können.